New York, New York

Es gibt Momente, die sind so groß, dass dir schwindelig wird und du ein paar kurze Momente vergisst zu atmen, weil du völlig überwältigt bist von dem was vor dir liegt. Vor ungefähr einem Jahr gab es genau so einen Punkt in meinem Leben. Ich hatte zwei Koffer in den Händen und stieg gerade aus einem muffigen U-Bahnschacht. Ich war müde, mir war heiß, aber verdammt, dieser Moment wird mir als einer der schönsten meines Lebens im Gedächtnis bleiben. Da standen wir nämlich beide plötzlich mitten in Manhattan umgeben von all diesen gigantischen Wolkenkratzern und ich konnte gar nicht mehr aufhören mich zu drehen und zu staunen. Ein Lebenstraum war wahr geworden und es war gigantisch. Mit nichts zu vergleichen. Und ich bin so verdammt froh mir diesen Traum erfüllt zu haben. So unendlich dankbar ihn mir überhaupt erfüllen zu können.

Dass ich einmal in meinem Leben nach New York fliegen will, war so lange ich denken kann auf meiner Wunschliste für Reiseziele. Ich persönlich glaube sogar, dass dieses Ziel auf jede gute Bucket List für Weltenbummler gehört. Zehn volle Tage haben wir in New York City verbracht. Über ein Jahr vorher haben wir die Reise geplant und das war damit die früheste Reiseplanung, die ich jemals vorgenommen habe.

New York Reisetagebuch

Eine Übernachtung mit Hindernissen

Eigentlich hatten wir ein super cooles Apartment bei airbnb gefunden. Jaja, eigentlich. Ihr merkt schon, die Sache wird nicht gut ausgehen… Wir wollten nach New York und uns dabei fühlen wie ein waschechter New Yorker. In der Upper East Side, geräumig, günstig, ein Jahr vorher gebucht. Tja, Pustekuchen. Ein halbes Jahr vorher bekamen wir die Nachricht von der Plattform, die Vermieterin hätte unsere Buchung storniert. Keine Ahnung wieso und wir direkt voller Panik. Das Budget war schließlich begrenzt und die guten, preiswerten Hotels in New York schnell vergriffen. Zum Glück noch nicht das „Hotel 31“. Toll gelegen (ich sag nur: Zimmerblick auf das Empire State Building), günstig und mit einer ordentlichen Portion altem, New Yorker Charme. Die Zimmer sind zwar ziemlich klein, aber alle sind freundlich und es ist sehr sauber. Danke Irina für den tollen Tipp zum richtigen Zeitpunkt!

In 133 Kilometern durch New York

Ja, lasst diese Zahl einmal kurz auf euch wirken. Es waren wirklich ungefähr 133 km, die wir in New York zu Fuß zurückgelegt haben – mehr als drei Marathons in zehn Tagen. Ihr könnt euch vorstellen wie kaputt wir abends immer waren. Aber es gibt in New York auch einfach so viel zu sehen, was man gar nicht entdecken würde, würde man nur mit der U-Bahn vor A nach B fahren. Glaubt mir. Diese Stadt hat eine so besondere Atmosphäre und ist noch vielschichtiger als man im ersten Augenblick vielleicht vermutet. Deshalb meine unbedingte Empfehlung: geht ganz, ganz viele Wege einfach zu Fuß! Alleine der Weg über die Brooklyn Bridge und zurück mit kleiner Runde in Brooklyn ist ein absoluter Klassiker, der einen mit einer fantastischen Aussicht auf die Skyline von Manhattan belohnt.

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Meine persönlichen Highlights

Meine Güte war es eine Qual etwas halbwegs preiswertes, leckeres zu essen zu finden. Nein, die Essenssuche war definitiv kein Highlight… Gott sei dank, habe ich mir aber vorab bei lovingnewyork.de die Liste empfehlenswerter Burgerläden durchgelesen und wir hatten so zumindest ein echtes Highlight: „Bareburger“. Wenn ihr einen wirklich tollen Burger essen wollt, den ihr euch auch individuell zusammenstellen könnt – ab mit euch zu Bareburger! Unbedingte Empfehlung. Die Qualität ist super, die Läden selber super stylish und es gibt 18 Filialen in New York. Also habt ihr vielleicht mit etwas Glück so wie wir eine Filiale direkt um die Ecke.

Die schönste Aussicht habt ihr definitiv vom „Top of the Rock“, da erzähle ich euch nichts neues, aber gesagt werden muss es trotzdem. Wir waren trotz aller Empfehlungen nämlich auch auf dem Empire State Building und das lohnt sich leider im Vergleich nicht. Was sich zudem noch lohnt für eine tolle Aussicht sind Rooftop-Bars. Ja, ein Cocktail da oben ist unverschämt winzig und unerhört teuer, aber wann trinkt man schon mal gemütlich etwas mit Blick auf die immer dunkler werdende Skyline von Manhattan?

Die schönste Strecke ist der Weg über die Brooklyn Bridge nach Brooklyn und dann dort durch die vielen Parks am Wasser entlang. Man hat einen tollen Blick auf die Skyline von Manhatten und was für uns ein absolutes Highlight war: vergleichsweise eine sehr frische, angenehme Luft dank der Wassernähe. Mein Tipp: drüben einfach mal verlaufen und gucken wo ihr überall landet. In Brooklyn gibt es so viele schöne kleine Läden und typische Häuserfassaden mit verschnörkelten Feuertreppen. Wirklich wunderschön!

New York Reisetagebuch

Unser größter Fehler

Kennt ihr das, wenn es in deutschen Großstädten schon seit einigen Tagen so richtig heiß ist und es selbst nachts nicht mehr unter 25 Grad abkühlt? Wenn einem so heiß ist, dass man nur unruhig schläft und einen die schwüle Luft um den Verstand bringt? Ja? Nun, wenn ihr das schon ätzend findet, fliegt unter gar keinen Umständen im Sommer nach New York! Und ja, leider zählt der September in New York, entgegen unserer Vorstellung, da noch voll rein.

In den U-Bahnschächten hast du das Gefühl bei lebendigem Leib gegrillt und geräuchert zu werden und in der Stadt kriegt man weder tagsüber, noch nachts anständig Luft. Einem bleibt nichts anderes übrig als von einer Klimaanlage zur nächsten zu hüpfen und nachts auch mal Mücken in Kauf zu nehmen mit einem geöffneten Fenster. Aber das bin ja sowieso immer nur ich, die dann gestochen wird (Yay!). Demnach bin ich also die ideale Reisebegleitung… Und apropos ideale Reisebegleitung: Danke liebe Ann-Christin für den schönen Aufenthalt in New York, du warst mir wie immer eine fantastische Begleitung!

PS: Ich könnte euch noch mit zig Tipps und Geschichten zuschütten, aber damit würde ich hier den Rahmen sprengen. Vielleicht mache ich dazu nochmal spezielle Posts. Außerdem könnt ihr mir natürlich auch jederzeit gerne eure Fragen an info@wunderlieblich.de schicken.

Alles Liebe,
eure Anni

2 Comments
Ann-Christin
23. Oktober 2016 um 20:40
Awww, dankeschön❤ Ich kann das alles bestätigen- vor allem das mit der Hitze!!!!!! Und die Klimaanlage war viel zu laut, als dass man sie nachts hätte anlassen können, was etwas ist, das man vorher beim Hotel anfragen sollte, wie ich jetzt weiß?

Danke, dass du die Mücken von mir weggehalten hast?
    Anni
    23. Oktober 2016 um 21:21
    Gut zu wissen, das mit der Klimaanlage! Und jederzeit gerne wieder ;-)

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