Unser Herbst auf Kreta

„Können wir diesen Moment bitte in eine Dose abfüllen und mitnehmen? Dann können wir ihn bei Gelegenheit einfach immer wieder erleben und uns darüber freuen.“ Ich sehe ihn an, nur eine Handbreit von seinem Gesicht entfernt, das Geräusch der Wellen im Ohr, die Sterne leuchten über uns. Lachend drückt er mich näher an sich, gibt mir einen Kuss auf die Stirn. Fragt: „Was hältst du von dieser Dose?“ Er nimmt sein Handy in  die Hand und macht ein Video vom Meer. Ich muss schmunzeln, lege den Kopf an seine Schulter und genieße diese magischen Momente noch ein paar Augenblicke länger, bevor es wieder in Richtung Hotel geht.

Kreta Hotel und Spa Aminda - Wunderlieblich

Unser Urlaub auf Kreta war wirklich schön. Die Insel hat etwas magisches. Das Wasser ist klar und türkis und überall grünt und blüht es. Ich habe die Größe Kretas definitiv unterschätzt. Es gibt verdammt viel zu sehen und erkunden und ein Urlaub reicht da einfach nicht aus.

Beste Reisezeit

In diesem Jahr war unser Sommer-Urlaub wirklich spät, aber dafür umso verdienter, weil definitiv nötiger. Der Agentur-Sommer war hart und anstrengend, das Hamburger Wetter enttäuschend. Und so zog es uns Ende September ans südliche Mittelmeer nach Kreta. Wir wurden belohnt mit fantastischem Wetter, nie weniger als 24 Grad, kaum Wolken und angenehmen Wassertemperaturen. Es war warm, aber nie zu heiß und die großen Touristenanstürme waren bereits vorbei. Sehr zu empfehlen! Und das Beste: man hat sich nochmal eine ordentliche Portion Vitamin D geholt vor dem grauen Herbst und dem kalten Winter.

Pflichtprogramm

Wenn ihr Kreta besucht, solltet ihr unbedingt eine Tour in die Hafenstadt Chania unternehmen. Der zweitgrößte Ort Kretas ist zwar natürlich von Touristen überrannt, aber auch wirklich schön zum Schlendern, Shoppen und Staunen. Die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen und bunten Häuserfassaden wurde stark von den Venezianern beeinflusst und ist absolut sehenswert. Wenn man sich abseits der Hauptstraßen aufhält wird es auch schnell weniger touristisch und man hat viel zu entdecken: kleine Cafés, Läden und viele Kuriositäten. Empfehlenswert ist auch ein Gang durch die berühmte Ledergasse. Touri-Attraktion schlechthin, aber eben auch nicht ohne Grund.

Hafenstadt Chania Kreta - wunderlieblich

Kreta Strand Herz - Wunderlieblich

Weitere Highlights

Am schönsten war am Urlaub einfach immer in den Tag hineinzuleben. Außer bei den fest geplanten Ausflügen über weite Strecken mit dem Bus, haben wir einfach immer spontan während des Frühstücks überlegt wie unser Tag so aussehen soll. Ich konnte endlich mal den Kopf abschalten und habe diese entspannte Planlosigkeit wahnsinnig genossen. Mehr davon bitte!

Was man auf der Insel direkt merkt: die Griechen sind ein wirklich herzliches Volk und ganz fantastische Gastgeber. Nie fühlte man sich bedrängt oder war genervt, selbst an besonders touristischen Orten. Und wenn ihr dort in einem der Souvenirshops etwas zum Mitbringen sucht, kann ich euch kretisches Olivenöl sehr ans Herz legen. Schmeckt fantastisch, kostet kaum etwas und unterstützt die regionalen Anbaugebiete. Die idealen Wetterbedingungen das ganze Jahr über machen die Oliven besonders schmackhaft und das Öl ist qualitativ ein ganz anderer Schnack als der Kram, den man hier so im Supermarkt bekommt. In den meisten Geschäften, kann man das Öl übrigens kostenlos testen und sich durchprobieren. Man kauft also wirklich nur etwas, was man guten Gewissens verschenken kann.

Ein weiteres Highlight war zudem unser Trip zu einer der schönsten und faszinierendsten Inseln der Welt. Wir waren für einen Tag auf Santorini und haben uns die Inselhighlights im Schnelldurchlauf angesehen. Was man dabei vermeiden sollte und unbedingt gesehen haben muss, dazu später in einem separaten Blogpost mehr. 😉

Mein unverhofftes Glück

Was mir in meinem Leben noch nie passiert ist, hat sich in diesem Urlaub zu meinem Glück tatsächlich ereignet. Wir haben den falschen Abreisetag im Kopf gehabt und dachten wir müssten nach 11 Tagen Urlaub die Insel wieder verlassen. Das Dumme war, es ging mir in der Nacht zur geplanten Abreise absolut elendig. Nur so viel: All Inclusive hat man mir danach nicht mehr angemerkt. Irgendwie habe ich es geschafft fertig zu packen und zur Rezeption zu kriechen. Blass und ausgetrocknet und völlig in Panik vor den mehr als drei Stunden im Flugzeug. Als uns dann an der Rezeption aber eröffnet wurde, dass wir erst morgen abreisen müssen, dachte ich, ich höre nicht richtig. Das war das beste Geschenk, dass mir gemacht werden konnte.

Viel hatten wir von dem zusätzlichen Tag leider nicht. Ich habe ein paar herzliche griechische Ärzte kennengelernt und den halben Tag am Tropf verbracht. Aber, alles gut überstanden und zu meinem größten Glück war der Flug am nächsten Tag dann für mich ein Kinderspiel. Danke Herzensmann, dass du nicht von meiner Seite gewichen bist! Sogar mit deiner Abneigung gegen Spritzen.. 😉

Wart ihr auch schon auf Kreta? Wie habt ihr die Insel erlebt und was hat euch am meisten gefallen?

Alles Liebe,
eure Anni

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