Santorini an einem Tag

Leuchtend blaue Kuppeln erheben sich in einem Meer aus kleinen weißen Häusern an einer malerischen Steilküste – wer kennt sie nicht, die unzähligen Bilder Santorinis, die einen bei Instagram und co immer verzaubern und Fernweh verursachen. Angeblich die zweitschönste Insel der Welt, in jedem Falle Teil der Kykladen und entstanden durch Vulkanausbrüche. Ein wirkliches Traumziel und wir waren für einen Tag dort um uns ein eigenes Bild von der Insel zu machen.

Die Anfahrt

Mit den Sea Jets, Hochgeschwindigkeitskatamaranen, geht es in zwei Stunden von Heraklion nach Thipa. Kein günstiger Spaß, aber sowas macht man ja auch nicht jeden Tag. Wir hatten uns entschieden ein Paket über die Reiseleitung zu buchen und so wurden wir um 6:30 Uhr vom Hotel abgeholt und zum Hafen in Heraklion gebracht.

Die Katamarane sind wirklich beeindruckend riesig und die Fahrt komfortabel, weil man dank der zwei Kufen kaum etwas vom Wellengang merkt. Das Wetter war perfekt und die Vorfreude groß.

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Oía – Spielplatz der Künstler

Wenn irgendwo Griechenland beworben wird oder es mal wieder einen neuen griechischen Joghurt gibt, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit vor, das mindestens eine Aufnahme von Oía zu sehen ist. Die Stadt ist wirklich schön an der Spitze Santorinis gelegen. Kirchen mit ihren typischen blauen Kuppeln und eine kleine Windmühle inmitten kleiner bunter Häuser wissen auf ihre Art zu bezaubern. Kleine verwinkelte Gassen und liebevolle Details an den Häusern, machen diese Stadt zu etwas Besonderem. Sie wurde lange Zeit von vielen Künstlern bewohnt und das merkt man auch. Doch die Kunst hat ihren Preis – für Verpflegung und Unterkünfte zahlt man sich hier dumm und dämlich. Zu begehrt ist der Ausblick und zu groß der Ruf der Insel.

Das merkt man dann leider auch, wenn man durch die Gassen geht. Zu den Stoßzeiten, wenn Busse voller Touristen sich um einen Parkplatz drängen, kommt man kaum voran und es hat etwas von einer riesigen Massenveranstaltung. Man muss Angst haben, von einer Kamera erschlagen zu werden oder von einem wütenden Pärchen, dem man aus Versehen ins Bild gesprungen ist. Es ist quasi ein Wettlauf um die schönsten Fotomotive ohne Rücksicht auf Verluste. Wirklich genießen oder die Stadt erleben kann man so leider nicht. Da ist so ein Tagesausflug leider nicht für geeignet. Dafür sollte man sich die Stadt nämlich früh morgens oder spät am Nachmittag ansehen.

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Fira – die Hauptstadt

Wenn man sich in Fira befindet merkt man gleich, dass es sich um die Hauptstadt handelt. Viele Restaurants und Geschäfte reihen sich hier dicht an dicht und an jeder Ecke wird irgendetwas neues verkauft. Wir haben hier unsere Mittagspause verbracht und bei herrlichster Aussicht ein wenig entspannt und gegessen. Das Restaurant Niki kann ich dazu nur wärmstens empfehlen.

Ganz besonders geliebt habe ich an Fira die vielen verschnörkelten Türen ins Nichts, durch die man die Kreuzfahrtschiffe in der Bucht liegen sieht. Dazu muss man wissen, dass auch Fira an der Steilküste liegt und viele Restaurants und Hotels sich einige Etagen tiefer befinden. Über kleine Treppen, welche man durch hübsche bunte Türen betritt, erhält man Zugang zu diesen meist sehr exklusiven Einrichtungen. Eine schöne Idee, wie ich finde und viel besser als ein schnöder Zaun oder ein Loch in der Mauer.

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Lustige Fakten über Santorini

Wenn man erfürchtig an einem der vielen Aussichtspunkte steht, über die man die Infrastruktur der Orte an der Steilküste betrachten kann, kommt einem zwangsläufig früher oder später die Frage in den Kopf: Wie um Himmels Willen haben die so eine Stadt bauen können? Und welcher arme Mensch muss die Restaurants mit Lebensmitteln und die Hotels mit Lieferungen besorgen? Die Antwort: Esel (Bild oben)! Die Tiere sind hier die Antwort auf alle verkehrstechnischen Fragen, die man sich an den steilen kaum zugänglichen Orten stellt. Sie kommen ohne Probleme die schmalen Wege hoch und runter und sind noch dazu ziemlich umweltfreundlich. 😉 Wenn ihr also mal den Geruch von Stall und Mist in der Nase habt, kommt dieser vermutlich von einem der vielen Eselparkplätze.

Es leben nur in etwa 15.000 Menschen auf Santorini. Jährlich kommen aber um die 1,5 Mio. Besucher. Viele davon mit einem der vielen Kreuzfahrtschiffe, die wie Wächter vor der Insel liegen. Die berühmtesten Teilzeitbewohner der Insel waren wohl Angelina Jolie und Brad Pitt, die sich ein Anwesen auf einer der Anhöhen gekauft haben. Wir sind an dem Haus vorbeigefahren und die Größe hat einen echt umgehauen.

Praktisch jede Familie auf Santorini hat eine eigene Kirche und hegt und pflegt sie besonders gut. Es geht dabei vor allem ums Ansehen gegenüber den anderen Familien und die typische blau-weiße Kombination steht natürlich für die griechische Flagge. Dass die vielen weißen Häuser übrigens so strahlen, kommt nicht von irgendwoher. Jedes Jahr werden die Häuser und Kirchen von neuem gestrichen und sehen daher so gepflegt aus.

Wart ihr schon auf Santorini und könnt Insidertipps geben? Ich freue mich wie immer auf euer Feedback!

Alles Liebe,
eure Anni

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