Bye bye Zicke – 8 Tipps gegen Stress

„Wenn du hungrig bist, wirst du zur Diva“ Ja, das stimmt. Und wenn ich unausgelastet bin. Überlastet. Oder übermüded. Und wenn ich es recht bedenke, Gründe finde ich irgendwie immer. Manchmal bin ich aber auch völlig ohne Grund mies gelaunt und genervt von allem. Fühle mich antriebslos und was das schlimmste ist, raunze meinen Herzensmann an und lasse meine Wut an ihm aus. Das bereue ich meist ziemlich schnell und oft weiß ich selber gar nicht, was mit mir los ist. Ich bin einfach nicht ich selbst.

Weil mich vor allem das Ende des letzten Jahres ziemlich geschlaucht hat und ich entsetzt über meine Stimmungsschwankungen und negativen Phasen war, habe ich beschlossen ein bisschen was an meiner Wochenroutine zu ändern. Ich habe verschiedenes nach und nach eingeführt und ausprobiert und bin gerade dabei eine gute Routine für mich zu finden, um weniger gestresst zu sein. Wieder mehr Ich zu sein. Ich habe wieder mehr Energie und positive Kraft, lasse mich nicht so schnell aus der Bahn werfen und bin definitiv zufriedener.

Ich kann natürlich nicht garantieren, dass meine Tipps bei jedem funktionieren. Jeder ist anders gestrickt und hat andere Bedürfnisse. Aber wenn es euch interessiert, was mir geholfen hat, könnt ihr nachfolgend meine acht Tipps für mehr Ausgeglichenheit lesen.

8 Tipps gegen Stress Bild
Foto von Janna Wichert

 

Dein Zuhause ist dein Rückzugsort

Und weil keiner gerne in einem Chaos entspannt, solltest du dir täglich 10-15 Minuten zum Aufräumen nehmen und am Wochenende sogar mindestens 1 Stunde. Sei dir bewusst, dass nicht immer alles perfekt sein muss. Nimm dir eine Schublade oder wenn nötig sogar einen ganzen Schrank, in den auch mal Dinge verschwinden dürfen, für die du aktuell noch keinen Platz hast. Es reicht, wenn es recht sauber ist oder du nicht zu viel unnötigen Kram herumfliegen hast. Jeder hat sein eigenes Bedürfnis nach Ordnung, also nimm dir die Zeit um die Ordnung zu schaffen, die du brauchst.

Sorg für ausreichend Ausgleich

Nimm dir an mindestens zwei Tagen die Woche Zeit für richtigen Auspowersport um alle Anspannungen und allen Stress loszuwerden. Such dir am besten feste Termine.  Verabrede dich mit jemandem oder trage die Tage in deinen Kalender ein und nimm idealerweise Tage, an denen du es gut schaffst das mit dem Sportdate einzuhalten. Wenn du noch keinen Lieblingssport hast, dann probiere dich einfach mal aus. Es gibt Menschen, die lieber zuhause trainieren und andere die z.B. die Motivation einer Gruppe benötigen. Eine Sportmitgliedschaft muss nicht immer teuer sein um gut zu sein (Sportspaß kostet nur 9,30€ im Monat). Aber auch kostenfreies trainieren in Form von Laufen gehen oder Youtube-Homeworkouts ist gut und einfach möglich. Wichtig ist, dass es dir Spaß macht, sonst bleibst du nicht am Ball. 😉

Mach deinen Kopf frei

Stehe täglich eine Viertelstunde früher auf und nutze diese für Yoga/Stretchung/Pilates. Du startest entspannt in den Tag, hast deinem Körper schon etwas gutes getan und deinen Kopf entlastet. In der Morgenroutine hilft es außerdem, wenn du ganz spießig am Abend vorher deine Tasche packst und dein Outfit überlegst. Alles was du dir an unnötigen Entscheidungen sparst, hilft deinen Start in den Tag entspannter zu gestalten. Und wir wissen alle, wenn der Morgen schon Mist war, wird der ganze Tag nicht leichter.

Nutze generell unbedingt eine ToDo-App oder ein Notizbuch, dass du immer (!) dabei hast und schreibe dir alles an Aufgaben, Erinnerungen und Gedanken darin sofort auf. Je weniger dir deinen Kopf zusätzlich belastet und dich stresst, weil du unbedingt daran denken willst, desto besser. Priorisieren und Strukturieren der Aufgaben kann im Anschluss passieren in regelmäßigen Abständen wie z.B. alle zwei Tage. Wichtig ist, dass du deinen Kopf schnell frei machst.

Nimm dir nicht zu viel vor

Drei Aufgaben am Tag erledigen, sagt man, ist Maximum und machbar. Ich würde eher sagen: drei schwierige Aufgaben in der Woche schaffen ist toll und absolut ausreichend. Damit meine ich dann aber unangenehme Dinge, die man gerne mal vor sich her schiebt. Arzttermine, Steuererklärung oder Fenster putzen. Manchen Kram muss man tun, auch wenn man es nicht will und wenn man es schafft sich aufzuraffen ist das ein tolles Erfolgserlebnis. Nimm dir dann lieber noch vor dich selbst zu belohnen. Gerade unter der Woche sind erholsame Abende extrem wichtig. Nimm dir Zeit zu lesen oder mit Freunden zu quatschen. Balsam für die Seele verbessert auch deine Laune.

Kümmere dich um deinen Körper

Wenn du deinem Körper in einer Tour nur Müll und Süßes zukommen lässt, wird er garantiert nicht die Leistung bringen, die du brauchst. Ich predige hier kein Clean Eating, aber jeden Tag Junk Food zu essen, nur weil es „nun mal schneller“ geht, ist keine Lösung. Es gibt unzählige Rezeptdatenbanken im Netz und viele von Ihnen bieten auch eine Kategorie mit schnellem Essen an. Und seien wir doch mal ehrlich, schneller als ein Vollkornbrot mit Avocado oder ein Salat ist auch die Tiefkühlpizza nicht fertig. Einziger Unterschied natürlich, man muss mehr machen, als nur den Karton auf und den Backofen an. Aber das kriegt man ja wohl auch hin. 😉

Der Sonntag ist heilig!

Das hat keinen religiösen Hintergrund, sondern liegt gesundem Menschenverstand zu Gunde. Wir brauchen eine Auszeit von all unseren Aufgaben, Ereignissen und der ganzen Arbeit. Und da am Sonntag alle Geschäfte zu haben und man in der Richtung schon mal nichts erledigen kann, sollte man sich diesen Tag so oft wie möglich freihalten. Lange schlafen, in den Tag treiben lassen, ein Buch lesen, Spazieren gehen, alles das machen, wozu uns im Rest der Woche die Muße fehlt. Einfach mal loslassen und ohne Tagesplan oder Ziel leben. So etwas ist wirklich wichtig um die Energiereserven zu füllen, ich weiß wovon ich spreche.

Musik macht alles leichter

Nervige ToDos Zuhause oder ein blöder Tag auf der Arbeit? Wenn ich mal wieder in einem Tief stecke oder ungeliebte Hausarbeit ansteht, gibt es einen Garanten für gute Laune und Motivation, der bei mir immer hilft: eine richtig gute Playliste anmachen und dann ganz laut aufdrehen. Wenn man Zuhause ist, hilft außerdem auch noch laut mitgrölen (sorry, Nachbarn)! Ich habe mir bei Spotify verschiedenste Listen angelegt und seit neuestem auch eine mit Gute-Laune-Garantie, die bewirkt definitiv Wunder!

Ruhe gegen Stress

Das Smartphone ist definitiv unser größter Störfaktor heutzutage. Ja, es ist eine Sucht und die ist nicht gesund. Das ständige Geblinke schüttet Stresshormone aus, aber liegt das Handy mal nicht in Reichweite, hat man Angst etwas zu verpassen. Da ich aber weiß, dass ich nicht von null auf hundert über mehrere Stunden komplett auf das Handy verzichten kann, habe ich als ersten Schritt meine Mailbenachrichtigung ausgestellt. Es ist ein Segen, kein roter Kreis mehr an der App. Kein Aufploppen auf dem Sperrbildschirm. Die 20-30 Mails jeden Tag prüfe ich jetzt nur noch gebündelt ein bis maximal zwei Mal am Tag. So reißen mich die ganzen Newsletter nicht ständig raus und auch das Aussortieren und Abarbeiten geht gefühlt viel schneller. Simple Änderung, aber super effektiv.

Das waren sie, meine acht kleinen Tipps. Die sind jetzt vermutlich für viele von euch nichts neues, aber in ihrer Summe haben sie mir persönlich bisher sehr gut geholfen und vielleicht nehmt ihr ja den einen oder anderen Teil mit in euren Alltag. Ich würde mich freuen, wenn ich euch ein klein wenig helfen kann.
Hinterlasst mir gerne Kommentare zu meinen Tipps oder lasst mich eure persönlichen Tricks wissen. Ich freue mich sehr über euer Feedback!

Alles Liebe,
eure Anni

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